Wirtschaftsrecht

Viele insbesondere mittelständische Unternehmen haben mit säumigen Schuldnern zu kämpfen. Insbesondere bei kleineren Betrieben kann das Ausmaß der offenen Forderungen existenzbedrohende Formen annehmen. Viele Betriebe scheuen sich vor der Einschaltung eines Rechtsanwalts, da Kunden nicht verärgert werden sollen und Angst vor den Kosten der Rechtsverfolgung besteht. Diese Bedenken sind jedoch meist falsch.

Die Eintreibung von offenen Forderungen stellt eine regelmäßige Arbeit von uns dar, so dass Sie auf eine große Erfahrung und auf entsprechende Kenntnisse vertrauen können.


Welche Möglichkeiten stehen zur Verfügung?

Ein Schuldner zahlt nicht. Möglicherweise droht ihm die Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit. Jetzt ist Eile geboten. Wenn überhaupt, ist allenfalls eine einzige Mahnung mit Fristsetzung notwendig, um den Schuldner in Verzug zu setzen. Bei Geschäften unter Geschäftsleuten tritt Verzug sogar schon ohne Weiteres mit Ablauf von 30 Tagen nach dem Rechnungsdatum ein. Gegenüber Verbrauchern gilt dies allerdings nur, wenn die Rechnung bereits einen entsprechenden Hinweis enthält.

Spätestens dann ist die Unterstützung durch professioneller Hilfe notwendig. Der beauftragte Rechtsanwalt wird in der Regel - sofern dies Erfolgsaussichten verspricht - den Schuldner zunächst nochmals mit außergerichtlichem Anwaltsschreiben zur Zahlung auffordern. Gleichzeitig sind evtl. vorhandene Sicherheiten zu verwerten und die im Rahmen eines Verkaufs unter Eigentumsvorbehalt gewährten Weitergabe-, Verarbeitungs- und Vermischungsvollmachten sowie die Inkassovollmacht zu widerrufen. Häufig kann der Schuldner schon dadurch zur Zahlung bewegt werden.

Andernfalls ist der Anspruch schnellstmöglich zu titulieren. Dies kann durch Einleitung eines gerichtlichen Mahn- und Vollstreckungsbescheidverfahrens, oder durch Klageerhebung erreicht werden. Im ersteren Fall kann gegen den Schuldner ein vollstreckbarer Titel erreicht werden, ohne dass ein gerichtliches Klageverfahren eingeleitet werden muss. Diese Möglichkeit bietet sich insbesondere dann an, wenn der Schuldner keine sachlichen Einwendungen gegen den geltend gemachten Anspruch erhoben hat und daher davon auszugehen ist, dass sich dieser gegen den Mahnbescheid nicht mit Rechtsmitteln wehren wird.

Sobald der Vollstreckungstitel (in Form eines Urteils oder eines Vollstreckungsbescheids) vorliegt, stehen dem Rechtsanwalt sodann vielfältige Vollstreckungsmöglichkeiten zur Verfügung.


Wer zahlt die entstanden Kosten?

Zunächst haftet der Gläubiger als Auftraggeber des Rechtsanwalts auch für die anfallenden Anwaltsgebühren. Allerdings stellen diese Anwaltskosten – genau wie Verzugszinsen – einen Verzugsschaden des Gläubigers dar, die dieser sodann vom Schuldner ersetzt verlangen kann.

Insbesondere in den Fällen einer vertraglichen Pflichtverletzung (§ 280 BGB), eines deliktischen Handelns (§ 823 BGB, z.B. bei Verkehrsunfällen) und im Fälle des Verzuges (§ 286 BGB – z.B: nachdem der Schuldner eine Mahnung erhalten hat) sind die dem Auftraggeber des Anwalts entstehenden Anwaltskosten vom Schuldner zu ersetzen.

Haben Sie weitergehende Fragen, so stehen wir gerne für ein persönliches Gespräch zur Verfügung. Selbstverständlich übernehmen wir gerne auch für Ihr Unternehmen Inkassotätigkeiten und optimieren Ihr Forderungsmanagement.

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Die vorstehenden Informationen sollen lediglich einen ersten Überblick geben und haben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie ersetzen daher auch ein anwaltliches Beratungsgespräch nicht. Für die Richtigkeit kann daher auch keine Haftung übernommen werden.
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Stand: 2.10.2007

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